Genuss in Saus und Braus

Es gibt ihn nur für kurze Zeit…

…er begeistert Klein und Gross und wir freuen uns wenn der herbstliche Hauptakteur wieder zurecht ins Rampenlicht gerückt wird: der Suuser. Ich habe mich schon als Kind in ihn verguckt. Ungefähr so wie vor einigen Altersjahren habe ich heute morgen die nette Verkäuferin im Volg angestrahlt, als ich sie dabei beobachtet habe, wie sie gerade das Kühlregal mit frischem „Suuser“ aufgefüllt hat. 😀 Für einen kurzen Moment hatte ich wirklich alles um mich vergessen und mein inneres Ich tobte sich mit riesen Freudensprüngen und Juchzern aus! Klar, ich musste gleich eine Literflasche mit nach Hause, resp.  ins Auto nehmen… Oder lieber doch nicht?

Ein wichtiges Detail, welches mir nämlich sogleich verraten wurde, wusste ich auch im Erwachsenenalter noch nicht über den süssen Traubensaft. Ja, es gibt auch bei diesem Original Unterschiede. Wenn es also die meinige Variante (von heute morgen) sein soll, sollte die Flasche gekühlt und unbedingt aufrecht gelagert werden. Der Verschluss ist nicht dicht und das ist kein Versehen der Produktion, sondern Absicht. Denn so kann der frische Traubenmost noch weiter gären. Das lebendige Produkt kann so seinen Geschmack, seinen Alkoholgehalt und auch seine Farbe verändern. Dabei wird der Fruchtzucker mittels Hefe und Sauerstoff in Alkohol umgewandelt.

Der Suuser in Zahlen…

Suuser wird in 3 verschiedene Typen unterschieden, in den „Goofasuuser“, den „Wiibersuuser“ und den „Herrasuuser“ (in meinem Dialekt). Der jüngste Suuser hat max. 1% Alkoholgehalt, der etwas angesäuerte Frauensuuser übertönt zwar noch immer mit seiner Süsse die Säure, hat aber schon rund 4% Alkoholgehalt und der kräftigste Suuser, der übrigens nicht nur für unsere starken Männer bestimmt ist, schafft’s bis auf 6 bis 8% Alkoholgehalt. Im Gegensatz zu meiner, nach Feierabend gekauften Flasche, die mitten im Gärprozess steckt, gibt es auch den pasteurisierten Suuser, bei dem das natürliche Gären mittels Erhitzung auf über 72 Grad künstlich gestoppt wird (so sterben die Hefebakterien ab). Wer also lieber länger seinen süssen Traubenmost mit nur 1.5 Volumenprozent geniessen will, der schnappt sich besser eine Flasche der pasteurisierten Variante.

Ob pasteurisiert oder frisch, ich genehmige mir jetzt nochmals ein Gläschen vom Traubenmost, der beim Öffnen so schön zischt. Diesem zischenden Geräusch, dem Sausen verdankt er übrigens seinen Namen. Zum Wöhlchen! 😉

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