Das kommt mir russisch vor…

Ihr wisst was mich zurzeit am meisten beschäftigt.

Genau, ich suche Nahrung, die einfach, schnell – und ganz untypisch für mich – ganzjährig verfügbar ist. Das Wichtigste dabei darf nicht vergessen werden: sie muss, ohne sie zu kauen oder dabei fast zu ersticken, verzehrbar sein. 🤬 Eine grosse Helferin und meine neue beste Freundin soll schon an dieser Stelle erwähnt werden. Die dicke gelbe Tube mit dem Namen Mayonnaise. Mehr zu ihr und ihren unzähligen Einsatzbereichen dann im nächsten Blog…

Worum geht’s in diesem Beitrag? Genau, um den russischen Salat. Er lässt sich nicht nur gut verspeisen (ihr wisst unter welchen Umständen), er ist im Nu* zubereitet: Dose auf, abtropfen, Mayo und a bitz Senf dazu, fertig! Aber was mir einfach spanisch vorkommt: woher der Name? Ist das echt eine typische russische Spezialität, dass diese sehr einfache Köstlichkeit einen solch mächtigen Namen erhält? Das will ich genauer wissen.

Der russische Salat, wurde in den 1860er Jahren vom französischen Koch Lucien Olivier in einem Restaurant in Moskau kreiert. Dazumal mit Fleisch von Haselhühnern, Flusskrebsen, Kalbszunge und schwarzem Kaviar. Dieser exklusive Salat haute Feinschmecker vor allem wegen seiner Sauce um! Das Geheimnis bzw. die Rezeptur hat Olivier aber nie verraten. Dieser Salat gehörte einst auf die festlichen Tafeln in Russland und wird noch heute vor allem an festlichen Anlässen aufgetischt, in einfacheren Varianten.

Wer den russischen Salat in Russland sucht, der sollte die Augen nach dem “Oliviersalat” offen halten. Er wird dort und teils auch in anderen Ländern nach dem Erfinder benannt. In Italien findet man ihn als “Insalata Russa” und in Spanien wird die Spezialität in Form von Tapas serviert.

Dass eine kleine Büchse so viel Geschichte in sich hat, fasziniert mich und ich freue mich schon auf die nächste Büchse.

* etwas länger geht’s natürlich, wenn man den russischen Salat selber macht/kocht.

Ich hätte nie gedacht, dass ich während meiner “Zwangspause” mehr über mein liebstes Thema zu Schreiben habe, als wenn das Essen, Kauen, Beissen und entsprechende Geniessen zur Normalität gehört. 😉